FAQ´s

Was sind Sprossen?

Zarte, frische Sprossen sind nicht nur im Winter eine schmackhafte und wertvolle Abwechslung zum saisonbedingt weniger reichhaltigen Gemüseangebot.

Die Begriffe Keimsprossen oder Sprossen haben die folgende botanische Bedeutung:

Der Keim stellt das Ruhestadium der Pflanze dar. Er ist im Samen eingeschlossen. Die nach dem Durchbrechen der Samenschale (durch Quellung) entstehende, noch vom Endosperm (Nährgewebe) des Samens zehrende Jungpflanze, wird bis zum Zeitpunkt ihrer selbständigen Ernährung (Photosynthese) als Keimling bezeichnet. Sie bestehen aus Keimwurzel und Keimspross.

Besitzt die Jungpflanze bereits Blätter an der Sprossachse (Stängel) spricht man allgemein vom Spross.

Zusammenfassend kann man sagen, aus Pflanzensamen entwickeln sich Keimlinge und Sprossen, die roh oder gekocht (als Keimgemüse) verzehrt werden.

Umgangssprachlich werden die Bezeichnungen Keimlinge, Keimsprossen und Sprossen für Lebensmittel synonym verwendet. Grundsätzlich werden die mit dem Durchbrechen der Samenschale entstehenden Jungpflanzen als Keimlinge bezeichnet.

Wegen ihrer hohen Gehalte an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und auch sekundären Pflanzenstoffen werden Keimlinge im Rahmen einer vollwertigen Ernährung verwendet.

Warum Sprossen?

Einige der vielen Gründe für Sprossen als Lebensmittel:

  • Sprossen sind natürliche und lebensfrische Nahrung und bereichern eine vollwertige Ernährung
  • Sprossen sind für die vegane und vegetarische Ernährung geeignet
  • Sprossen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe
  • Sprossen sind durch pflanzeneigene Enzyme aufgeschlossene Nahrung. Sie sind sozusagen vorverdaut.
  • Sprossen besitzen die unterschiedlichsten Geschmacksnuancen
  • Sprossen sind frei von Pestizidrückständen und unbehandelte Lebensmittel, da sie keinen Pflanzenschutz und Düngemittel benötigen
  • Sprossen sind durch ihren geringen Brennwert ein guter Beitrag zur Erhaltung und Erreichung des eigenen Idealgewichtes

Was passiert beim Keimvorgang von Sprossen?

Was beim Keimen und Wachstumsvorgang abläuft, ist eines der vielen Wunder der Natur. Wir können nur staunen, wie wunderbar das Sprießen neuen pflanzlichen Lebens abläuft.

Optimale Milieubedingungen wie Feuchtigkeit und Wärme geben den Impuls zur Auskeimung des Samens. Erst wenn Wasser durch die Samenschale eindringt, quillt der Samen, die Schale platzt auf und das Wachstum beginnt.

Der Wassergehalt des Samens steigt in den ersten drei Tagen der Keimung von etwa 10 % auf 70-80 % an. Das Samengewicht vergrößert sich dabei auf das Dreifache bis Vierfache.

Im Sprossenparadies finden die Keimsprossen optimale Wachstumsbedingungen vor. Der Produktionsablauf wurde dafür speziell entwickelt und ist optimal abgestimmt.

Im Samen sind alle Nährstoffe, die der Pflanzenembryo zu seiner Entwicklung braucht, gespeichert. Da Samen in der Natur normalerweise Monate liegen, ehe sie im Frühjahr zum Leben erwachen, sind die Nährstoffe in einer hochmolekularen, komplexen, stabilen und damit lange haltbaren Form gespeichert.

Während des Keimprozesses werden die in den Samen enthaltenen Nährstoffe so umgewandelt, dass der menschliche Körper sie leichter aufnehmen kann. Die Umwandlungsprozesse dienen der Pflanze dazu, eine ideale Nährlösung für den Pflanzenembryo zu erzeugen. Sprossen werden während des Keimvorgangs sozusagen bereits enzymatisch vorverdaut und sind somit auch für den Menschen wesentlich besser resorbierbar.

Betrachtet man die Ernährungspyramide, erkennt man, dass einer unserer Hauptenergiequellen Körner bzw. Samen sind. Da Körner für den Menschen relativ schwer verdaulich sind, werden sie durch Hitze, etwa durch das Kochen oder Backen aufgeschlossen bzw. verdaulicher gemacht. Im Wesentlichen werden die Zellen durch Hitze teilweise zerstört, was die darin enthaltenen Nähr- und Wirksubstanzen für die menschlichen Verdauungsenzyme zugänglicher macht. Die Hitzeeinwirkung zerstört aber auch eine Vielzahl wertvoller Pflanzeninhaltsstoffe, wie etwa Pflanzenenzyme oder Vitamine. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass durch das Erhitzen die Nährstoffqualität der Körner zwar vermindert wird, der verbleibende Nährstoffrest jedoch relativ gut verdaubar ist, während ohne Erhitzung zu wenig Nährstoffe aus den intakten Körnern verwendet werden können.

Durch das Keimen von Samen werden hingegen keine Nährstoffe zerstört, sondern die Vorhandenen, ernährungsphysiologisch aufgewertet. Zum Teil bilden sich erst durch die Keimung weitere wertvolle Nährstoffe.

Der Vitamingehalt steigert sich so beispielsweise um ein Vielfaches. Sprossen und Keimlinge sind dadurch besonders nahrhaft, da sie den höchsten Nährstoffgehalt aufweisen, den die Pflanze während ihres gesamten Lebenszyklus zu bieten hat.

Während des Keimvorgangs kommt es auch zu einem Anstieg des Gehalts an Wasser und Proteinen. Gleichzeitig erfolgt ein günstiger Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und wertmindernden Inhaltsstoffen (z.B. Trypsin-Inhibitoren und blähende Kohlenhydrate).

Was geschieht mit den Nährstoffen beim Keimvorgang?

Fette und Kohlenhydrate

Aus den im Samen gespeicherten Fetten und Kohlenhydraten (Stärke) gewinnt der Keimling in den ersten Tagen seine Energie, wodurch sich der Gesamt-Energiegehalt vermindert. Fette werden abgebaut, komplexe Kohlenhydrate zu einfachen Zuckern umgebaut. Die Energiedichte (Energiegehalt pro 100 Gramm) der Keimlinge sinkt, auch infolge der Wasseraufnahme. Keimsprossen sind dadurch ideale Begleiter einer Schlankheitsdiät. Allein für diesen Zweck sind sie jedoch zu schade.

Der Abbau von Stärke ist bei Getreidekeimlingen durch einen süßlichen Geschmack erkennbar, der sich nach etwa 3 Tagen des Keimens einstellt. Es kann von einer Steigerung des Glucosegehaltes bis um das Sechsfache ausgegangen werden. Da Glucose rasch die Leistungsfähigkeit erhöht und Energie liefert, sind Keimsprossen eine ideale Sportlernahrung. Bei Hülsenfrüchten verringert sich auf diese Weise der Gehalt an blähenden Oligosacchariden. Aus diesem Grund sind fast alle Keimlinge im Vergleich zu Körnern, Samen und Hülsenfrüchten viel bekömmlicher.

Eiweiß (Proteine)

Im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten nimmt der Proteingehalt von Keimlingen erheblich zu. Auch die Eiweißqualität verändert sich positiv. Während der Keimung werden hochmolekulare Proteine in Aminosäuren umgewandelt. Dieser Prozess findet normalerweise erst im menschlichen Organismus während des Verdauungsstoffwechsels statt. Dadurch nehmen die essenziellen Aminosäuren bis zum Fünffachen zu und stehen dem Körper in weit größeren Mengen und beschleunigt zur Verfügung.

Eiweißgehalt von Keimsprossen im Vergleich:

Eier 13%
Fleisch 19%
Mungobohnen-Sprossen 24%
Linsen 25%
Alfalfa-Sprossen 35%

Quelle: MÜNZING-RUEF, (1991) - Kursbuch für Gesunde Ernährung Seite 320


Ballaststoffe

Der Ballaststoffgehalt von Keimsprossen übertrifft den der meisten Frischgemüsearten bei Weitem. Keimlinge bilden eine gute Ergänzung zur in der Regel ballaststoffarmen Kost unserer Tage.

Welche Vitamine und Mineralstoffe liefern Sprossen?

Sie finden die Nährstofftabellen unserer Sprossen als Download unter Service

Da der Gehalt an Vitaminen, Spurenelementen und anderen Inhaltsstoffen stark von der jeweils verwendeten Saatgut-Charge, vom Wassergehalt, von der verwendeten Wasserqualität, vom Alter und vom Wachstumsstadium der Sprossen abhängt, verwenden wir nur ausgezeichnetes, frisches Saatgut und beste Wasserqualität.

Wie viele Vitamine stecken in den Sprossen?

Der Vitamingehalt von Keimlingen kann sich sehen lassen. So weisen Keimlinge von Alfalfa (Luzerne), Mungobohnen, Linsen und Weizen weitaus höhere Werte an Vitamin C, B1, B2, Niacin und E auf als z.B. Kopfsalate, Gurken, Tomaten oder Karotten.

Vitamingehalt vor der Keimung und nach vier Tagen Keimzeit (in mg/kg):
0 = Vitamingehalt Samenkorn | 4 = Vitamingehalt nach vier Tagen Keimzeit

Vitamin B1 Vitamin B2 Niacin Biotin (Vitamin H)
Keimdauer 0 4 0 4 0 4 0 4
Gerste - 7,9 1,3 8,3 72,0 129,0 0,4 1,2
Mais 6,2 5,5 1,2 3,0 17,0 40,0 0,3 0,7
Hafer 10,0 11,5 0,6 12,4 11,0 48,0 1,2 1,8
Mungobohne 8,8 10,3 1,2 10,0 26,0 70,0 0,2 1,0
Erbse 7,2 9,2 0,7 7,3 31,0 32,0 - 0,5

Quelle: Bustorf-Hirsch (1989) - Gesund kochen mit Keimen und Sprossen, Seite 9


Steigerung des Vitamingehaltes bei gekeimten Mungobohnen

Vitamingehalt Steigerung durch Keimung
Vitamin A + 208 %
Vitamin B¹ + 285 %
Vitamin B² + 515 %
Vitamin B³ + 256 %
Vitamin C unbegrenzt

Quelle: Nöcker (2007) - Das große Buch der Sprossen und Keime, Seite 32


Welche Mineralstoffe stecken in den Sprossen?

Keimlinge enthalten hohe Mengen an Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen. Ihr Mineralstoffgehalt hängt auch von äußeren Faktoren, wie beispielsweise von der Wasserzusammensetzung oder dem Standort ab. Vor allem Alfalfa- und Linsenkeimlinge enthalten, auch im Vergleich zu anderen Salatgemüsearten, beträchtliche Mengen an Eisen. Sprossen sind neben Algen eine der besten Quellen für Mineralien und Spurenelemente.

Mineralstoffgehalt von Alfalfasprossen im Vergleich

Mineralgehalt mg/100 g Ca Mg Fe
Eisbergsalat 20,0 11,0 0,5
Spinat 93,0 88,0 3,1
Endiviensalat 81,0 10,0 1,7
Alfalfasamen 1,4 3,6 10,0
Alfalfasprossen 210,0 440,0 12,0

(Legende: Ca=Kalzium; Mg=Magnesium; Fe=Eisen)

Quelle: Nöcker (2007) Das große Buch der Sprossen und Keime Seite 35


Nachfolgend eine Liste wichtiger Inhaltsstoffe von Sprossen

Inhaltstoff Bemerkungen
Vitamin A Etwa 4-mal soviel wie im Korn
Vitamin B1 4-mal höher als im Korn, bei Weizensprossen 2,0 mg/100 g
Vitamin B12 Unklar, ob es wirklich in Sprossen enthalten ist. Nur inaktives Vitamin B12 wurde bisher nachgewiesen.
Vitamin C 35-mal soviel wie im Korn
Calcium Wichtiger Mineralstoff für Knochen und Nerven
Phosphor Wichtiger Mineralstoff für Knochen
Magnesium Wichtiger Mineralstoff für Nerven und Stoffwechsel
Sekundäre Pflanzenstoffe Besonders gesundheitsfördernd. Vor allem in Grünkraut enthalten.
Ätherische Öle Sorgen für den Duft mancher Sprossen. Wirken verdauungsfördernd und antibakteriell.
Scharfstoffe Wirken verdauungsfördernd
Senföl Wirkt verdauungsfördernd. Enthalten in Kresse, Senf, Radieschen usw.
Ballaststoffe Vor allem in den Schalen der Samen
Phytin Gesundheitsschädlich, in Samen vorhanden. Wird beim Keimen allmählich abgebaut (in Sojabohnen, Linsen, Kichererbsen)
Phasin Giftiger Eiweisstoff in manchen Hülsenfrüchten. Zerfällt beim Kochen.

Enthalten Sprossen natürlich vorkommende, wertmindernde Stoffe?

Der Keimungsprozess verringert den Anteil wertmindernder Begleitstoffe in Nahrungsmitteln. Getreidekörner und Hülsenfruchtsamen wie z. B. Sojabohnen, Linsen oder Kichererbsen enthalten Phytinsäure. Dieser Stoff vermindert die Aufnahme der lebensnotwendigen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium im Verdauungstrakt des Menschen. Der Phytinsäuregehalt sinkt in den ersten Tagen der Keimung deutlich ab. Phytin dient dem Keimling anfänglich als Phosphatquelle. Die Resorbierbarkeit der Nahrungsmittel für den Menschen steigt somit durch die Keimung an, d. h. die Verwertung der vorhandenen Mineralstoffe verbessert sich.

Hülsenfrüchte (z.B. Kichererbsen, Erbsen, Sojabohnen) enthalten natürliche Pflanzengifte wie Hämagglutinine oder Trypsininhibitoren(1), die bestimmte Proteasen des Körpers in ihrer Aktivität hemmen (wie bei rohen Hülsenfrüchten selbst), die bei der Keimung nicht vollständig abgebaut werden.

Aus diesem Grund werden diese Sprossen vor dem Verzehr mit Wärme behandelt (blanchiert), um die Rest-Hämagglutinine und Trypsininhibitoren abzubauen. Durch die Wärmebehandlung und das Blanchieren (kurzfristiges Garen) der Keimsprossen geht allerdings ein Teil der wärmeempfindlichen Vitamine verloren.

Ausnahmen hiervon bilden Mungobohnen- und Linsenkeimlinge, diese können auch roh verzehrt werden, da sie frei von Trypsininhibitoren sind.

Alfalfa erst nach dem 7. Keimtag essen!

Der Samen der Alfalfa besitzt einen natürlichen Fraßschutz, der bis zum Keimling anhält, den Giftstoff Canavanin.
Mit dem Wachstum des Keimlings baut sich das Canavanin ab. Dieser Vorgang benötigt zu Hause auf der Fensterbank ca. 7 Tage, danach ist das Canavanin vollständig abgebaut. In unserer Anzucht wachsen die Sprossen innerhalb 4 Tagen zu dem Wachstumsstadium von 7 Tagen.


(1) Trypsin Inhibitor
Spezielle Eiweiße, die das Verdauungssystem hemmen
Trypsin-Inhibitoren wie z. B. SBTI (Sojabohnen Trypsin Inhibitor) können Pflanzen vor Schädlingen schützen. Sie hemmen die Verdauungsenzyme (Proteasen) der Insekten. Von SBTI ist bekannt, dass er sich auch an bestimmte Verdauungsenzyme (Endopeptidasen) der Bienen bindet und damit deren Sterblichkeit erhöht.
Trypsin- (Protease-) Inhibitoren wurden auch auf gentechnischem Wege bereits in verschiedene Pflanzen eingebracht, um das Wachstum und Überleben von Schädlingen zu reduzieren.
Verschiedene pflanzliche Lebensmittel, vor allem Sojabohnen, enthalten im rohen Zustand Trypsin-Inhibitoren, die auch das menschliche Verdauungssystem stören. Hohe Temperaturen machen diese Stoffe jedoch unschädlich. Daher sollten z.B. Sojabohnen vor dem Verzehr gekocht werden. Sojaöl wird raffiniert und enthält daher diese Enzyme nicht mehr.

Welche Samen eignen sich zur Sprossenzucht?

Sprossen können aus den Samen nahezu aller Pflanzen gekeimt werden. Durch die Auswahl spezieller Pflanzen, von denen ein besonders hoher Nährwert oder besondere, gesundheitsrelevante Eigenschaften bekannt sind, können auf völlig natürliche Weise funktionelle Lebensmittel für beinahe jeden Zweck erzeugt werden.

Grundsätzlich eignen sich Samen von Pflanzenarten zur Aufzucht von Keimlingen, wenn:

  • die Blätter, Stängel oder Früchte essbar sind.

Einige Samenarten eignen sich besonders gut zum Keimen. Dazu gehören alle Getreidearten, Hülsenfrüchte und kleinere Samen wie Alfalfa, Senf, Rettich (Radieschen), Rotkohl, Kohlrabi, Brokkoli, Lauch und Zwiebeln.

Sprossen aus Hülsenfrüchten, wie z. B. Mungobohnen, werden wegen ihres hohen Aminosäuren- und Proteingehaltes besonders für Leistungssportler, Senioren und Heranwachsende zur Unterstützung des Zellaufbaus und Zellerhaltes empfohlen. Getreidesprossen werden wegen ihrer optimalen Kohlenhydratzusammensetzung zur Leistungssteigerung eingesetzt – als effektiver Energiespender.

Alle Keimsprossen aus dem Sprossenparadies haben hohe Gehalte an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen, die denen ihrer ausgewachsenen Artgenossen (Salat und Gemüse) im Allgemeinen weit überlegen sind.

Nicht zur Sprossenzucht geeignete Samen sind:

  • alle Nachtschattengewächse (z.B. Tomatensamen), denn ihre Keimlinge enthalten das giftige Solanin.

Wann werden unsere Sprossen geerntet?

Keimsprossen enthalten viele Nähr- und Vitalstoffe in sehr konzentrierter und leicht verdaulicher Form. In der Natur sind diese Vitalstoffe nötig, um die Entwicklung des Keims zu gewährleisten, bis er sich selbst mit Hilfe von Würzelchen und Blättern ernähren kann.

Diese konzentrierte Nahrung sollte so lange zu sich genommen werden, solange die Nähr- und Vitalstoffe im optimalen Zustand vorhanden sind. Ab einem gewissen Zeitpunkt benötigt der Keim diese Stoffe für sein Wachstum und verbraucht sie selbst.

Für jede Keimsorte gibt es demzufolge günstige Erntezeitpunkte, die im Sprossenparadies genauestens eingehalten werden. In der Regel liegt dieser optimale Erntezeitpunkt zwischen dem dritten und vierten Tag der Keimung.

Im Sprossenparadies sind die Keimbedingungen optimal (Klima/Feuchte) auf die Sprossen eingestellt, daher kann man die Wachstumsdauer nicht mit der eigenen Anzucht auf der Fensterbank vergleichen.

Können Sprossen Allergene enthalten?

Sprossen aus Getreidesamen z. B. Weizen enthalten auch das natürlich im Weizenkorn vorkommende Gluten. Deshalb sind diese Sprossen für Personen mit Glutenunverträglichkeit nicht geeignet

Wie können Sprossen verwendet werden?

Sprossen aus dem Hause Sprossenparadies sind für alle Verbrauchergruppen ohne Einschränkung zur täglichen Ernährung gedacht und geeignet.

Keimlinge lassen sich äußerst vielseitig verwenden. Fast alle Arten, die nicht erhitzt werden müssen, schmecken gut als Rohkost, im Salat sowie als Brotbelag.

Keimlinge aus Getreide und Ölsaaten passen besonders gut zu Müsli, Obstsalaten, aber auch zu erwärmten Speisen, Backwaren (Apfelstrudel, selbst gebackenes Brot) oder Getreidegerichten (Grünkernküchlein).

Sprossen aus Hülsenfrüchten können äußerst schmackhaft alle Arten von Gemüsegerichten (Linseneintopf, Kichererbsengemüse, Sojasprossenfüllung in Teigrollen bzw. Frühlingsrolle) ergänzen.

Die meisten Hülsenfruchtkeimlinge, wie beispielsweise Bohnen oder Erbsen, sollten wegen ihres hohen Phasingehalts sowieso erhitzt werden und eignen sich damit nicht als Rohkost. Die Substanz Phasin blockiert, in größeren Mengen aufgenommen, für den Körper lebenswichtige Aminosäuren aus der Nahrung.

Eine Ausnahme bilden Keimlinge der Mungobohnen. Sie enthalten kein Phasin und können bedenkenlos auch als Rohkost verwendet werden.

Andere Keimlinge, wie beispielsweise die von Rotkohl oder Alfalfa, sollten warmen Speisen möglichst erst direkt vor deren Verzehr zugegeben werden. So bleiben ihre hitzeempfindlichen Vitamine weitgehend erhalten. Keimlinge mit sehr ausgeprägtem Geschmack, wie die von Radieschen- oder Wasabi-Sprossen (rote Radieschensorte), können als Gewürze in Suppen und Soßen dienen. Sie verleihen Speisen einen besonderen Pfiff. Dem Einfallsreichtum des Hobbykochs sind keine Grenzen gesetzt.

Sämtliche Sprossen können zum Garnieren verwendet werden und so Farbe auf den Teller zaubern. Nur für diesen Einsatz sind die Keimlinge jedoch viel zu schade.

Die leicht süßlich schmeckenden Weizen-Keimlinge bereichern das Frühstücksbrot und eignen sich gut als Beigabe zu Müsli, Obstsalaten und Milchspeisen wie beispielsweise Grießbrei.

Sonnenblumenkern-Sprossen schmecken, durch ihren nussartigen Geschmack, bestens zu Kartoffelauflauf und zu allen anderen Gemüsegerichten. Im Apfelstrudel können die Keimlinge der äußerst gesunden Ölsaat die sonst üblichen Mandeln ersetzen.

Mit frischen Radieschen-Keimsprossen holt man sich in der kalten Jahreszeit immer wieder den Frühling auf den Teller. Ganz einfach auf einem Butterbrot.

Am leckersten sind Sprossen im Winter. Dann, wenn die Natur ihren Winterschlaf hält und nur ein sehr begrenztes Angebot an frischem Gemüse zu finden ist. Keimsprossen sind zu dieser Zeit ein ganz besonderer Genuss. Welches Nahrungsmittel kommt schon so frisch und natürlich aus dem Paradies auf den Tisch?

Soll man Sprossen roh oder gekocht essen?

Im Sinne einer lebendigen Nahrung sollten Keimsprossen, wo immer es möglich ist, hauptsächlich roh gegessen werden. Der Vitaminverlust beim Kochprozess ist erheblich. Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht dies sehr anschaulich.

Vitamin Verlust
A 10 - 30 %
B1 25 - 45 %
B2 40 - 48 %
C 70 - 80 %
D2 gering
E 50 %
Biotin bis 72 %
Pantothensäure bis 44 %
Folsäure bis 97 %

Quelle: Nöcker (2007) - Das Grosse Buch der Sprossen und Keime Seite 211


Jedoch sollten auch die individuell unterschiedlichen Verdauungsvorgänge der jeweiligen Person beachtet werden. Es gibt nun mal Menschen, die Rohkost einfach nicht so gut vertragen können. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Zubereitungsform am besten für ihn geeignet ist. Auch der eigene Geschmackssinn sollte über die Zubereitungsart mitbestimmen. Schließlich wird nur das gerne gegessen, was auch schmeckt. Und Sprossen aus dem Sprossenparadies sind einfach nur köstlich.

   Alle von uns hergestellten Sprossen können roh verzehrt werden!

Wie lange sind Sprossen haltbar?

Keimlinge schmecken frisch geerntet am besten und enthalten auch dann die meisten, wertvollen Inhaltsstoffe.

Auf dem Etikett unserer Produkte wird unter anderem auch das rechtlich geforderte VBD = Verbrauchsdatum aufgedruckt. Wir garantieren bis zu diesem Datum bei sachgemäßigter Lagerung  (Temperatur 2 – 7°C) eine gleich bleibende Qualität und Verwendbarkeit.

Nach Öffnen unserer Verpackung, lagern sie die Sprossen am Besten in luftdurchlässigen Kunststoffbehältern.

Was sind pathogene Keime?

Pathogene Keime, E pathogen germs, in der Medizin, Hygiene- oder Mikrobiologie gebräuchliche Bezeichnung für Mikroorganismen mit krankmachenden Eigenschaften (z. B. Bakterien, Hefen, Mikropilze [Pilze]), deren Gehalt in Lebensmitteln zu Lebensmittelvergiftung bzw. Lebensmittelinfektionen führen kann.

Nach den Richtlinien der DGHM (Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) werden unsere Sprossen sowie das Trinkwasser zur Bewässerung regelmäßig auf nachfolgende pathogene Keime getestet:

  • EHEC- spezielle Variante der Escherichia coli Bakterien
  • Salmonellen
  • Escherichia coli
  • Staphylococcus
  • Bacillus cereus
  • Listeria monocytogenes

Waschen von Sprossen vor dem Verzehr

  • Sprossen sollte man nur unter fließendem kaltem Wasser waschen und keinesfalls ins Waschbecken legen.
  • Sprossen wäscht man am besten in einem Sieb und lässt viel kaltes Wasser darüber laufen. Zwischendrin schüttelt man das Sieb etwas, damit alle Stellen gut gewaschen werden.
  • Anschließend sollten die Sprossen sofort verzehrt werden.

Was beachten beim Sprossen-Kauf

Wenn Sie unsere Sprossen einkaufen, sollten Sie darauf achten, dass Sie beim Händler gut gekühlt wurden, z.B. im Kühlregal.

Man sollte keine Sprossen kaufen, die ungekühlt zwischen dem normalen Gemüse angeboten werden.

Auf dem Heimweg transportieren Sie die Sprossen am besten in einer Kühltasche. Auch einen langen Aufenthalt im warmen Auto oder in der warmen Fahrrad-tasche sollte man vermeiden, denn sonst nützt die beste Kühltasche nichts.

Das von uns angegebene Verbrauchsdatum, bezieht sich auf eine konstante Lagerung von 2-7°C.

Zuhause angekommen gehören die Sprossen sofort in den Kühlschrank!

Richtige Vorgehensweise bei der Sprossen-Aufbewahrung

Wenn man Sprossen aufbewahren will, müssen sie kühl gelagert werden.

Der heutzutage auf sparsame 8°C gestellte Kühlschrank reicht dazu leider nicht aus. Bei 8°C können sich eventuelle Krankheitserreger noch recht gut vermehren. Erst bei 5°C und kühler stoppt die Vermehrung der meisten Bakterien.

Wir empfehlen den Kühlschrank auf 3-5°C einzustellen.

Ideal ist ein Null-Grad-Fach zur Aufbewahrung von Sprossen und Salat. Diese Null-Grad-Fächer werden bei guten Kühlschränken immer beliebter, weil man dort auch empfindliche Nahrungsmittel relativ lange frisch halten kann.

Fazit:
Wenn man alle Hygienemaßnahmen beachtet, kann man ohne Gefahr gesunde und frische Sprossen genießen.